Ausbau der B4 in Ilfeld rückt näher

Allgemein, Ilfeld, Harztor - 23.10.2017

Der Gemeinderat von Harztor will noch in diesem Jahr das Planungsverfahren für den Ausbau der Ilfelder Ortsdurchfahrt auf den Weg bringen. "Wir sind jetzt in der Lage das Projekt zu beginnen. Dafür kämpfen wir schon vier, fünf Jahre", sagte Harztor-Bürgermeister Stephan Klante (CDU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Zu Gast war Winfried Ludolph, Technischer Leiter im Straßenbauamt Nordthüringen in Leinefelde. Er erläuterte den Gemeinderäten sehr ausführlich die möglichen Ausbauvarianten.

Konkret soll die B4 in Ilfeld auf knapp 500 Metern auf Höhe zwischen ehemaligem Turmcafé und der Einfahrt zur L 2075 in Richtung Osterode grundhaft saniert und die Nebenanlagen ausgebaut werden. Fest steht: Es sollen Parkbuchten, ein neuer Fußweg und auch eine Baumallee wieder entstehen. Zwei Varianten gibt es zum Radweg: Entweder einen kombinierten Geh-Radweg wie entlang der B4 in Niedersachswerfen oder aber einen sogenannten Radfahrer-Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Letzte Variante präferiert Ludolph ob der besseren Verkehrssicherheit für die Radler an Kreuzungen und Ausfahrten. 

Darüber hinaus soll mit den Maßnahmen auch die Kreuzungssituation an dem Knotenpunkt B 4/L 2075 hinter der jetzigen Fußgängerampel neu geordnet werden. Auch hier kommen zwei Varianten zu tragen: Die bisherige Kreuzung könnte entweder durch Aufbauten klarer gegliedert, oder aber durch einen Kreisel ersetzt werden. "Das ist an dieser Stelle ohne Probleme machbar", erläuterte Ludpolph. Der Rat müsse entscheiden, welche Variante er bevorzugt. Mit dem Kreisel würde man laut Ludolph eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung im Ort erreichen, die viele Anwohner fordern. 

Im vergangenen und in diesem Jahr hat das Straßenbauamt eine Studie durchgeführt, mit der die gesamte Verkehrssituation in Ilfeld dokumentiert worden ist. Noch ist die Studie nicht vollumfänglich ausgewertet. Deutlich wurde aber bisher: Rund 5000 Fahrzeuge durchfahren den Ort am Tag. Mit 800 bis 1000 Lkw täglich sei deren Aufkommen hoch, so Ludolph. Darüber hinaus bestätigten Messungen das Empfinden vieler Ilfelder: Das vorgeschriebene Tempo 30 wird kaum eingehalten. Lkw fuhren im Durchschnitt um die 40 Stundenkilometer, Pkw mit Tempo 50. 

Generell denkbar sei zudem ein zweiter Kreisel am Ortsausgang in Richtung Niedersachswerfen. Aufgrund der Schienen der Harzquerbahn und der Kurvensituation sei dieser Kreisel jedoch wohl nur schwer zu realisieren, so der Straßenbauexperte.

Das Straßenbauamt in Leinefelde geht momentan von geschätzten Baukosten von rund einer Million Euro aus: Die Gemeinde müsste den Bau der Nebenanlagen finanzieren, der Bund die Straßenausbauarbeiten. Die Bundesregierung habe momentan so viel Geld für Straßenbauprojekte zur Verfügung gestellt wie noch nie, so Ludoplh. Er rechnet ob des langen Planungsverfahrens jedoch nicht mit einem Baubeginn vor 2020. 

Bürgermeister Stephan Klante sicherte zu, dass alle Einzelheiten mit den betroffenen Anwohnern rechtzeitig in Anwohnerversammlungen besprochen werden. Gemeinde Harztor


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