Das 13. Jahrhundert war für Ilfeld eine Zeit des Aufbruchs. Die Hohnsteiner Grafen wählten den Ort als Alterssitz, das Kloster wuchs zu einem geistlichen Zentrum heran – und plötzlich tauchte ein Gast auf, mit dem niemand gerechnet hatte: Konrad von Friedberg, der ehemalige Bischof von Olmütz.
Doch was machte ein Bischof aus Mähren im Südharz? Und was verrät eine Urkunde aus dem Jahr 1257 über die Wurzeln der sozialen Fürsorge in unserer Gemeinde?
Diesen spannenden Fragen widmet sich der Ilfelder Hobbyhistoriker und Unternehmer Tim Schäfer in seinem neuen Fachvortrag. Im Rahmen der „Neander Kulturmomente 2026“ lädt er zu einer Zeitreise in das ausgehende Hochmittelalter ein.
Vom mittelalterlichen Hospital zur modernen Klinik Schäfer beleuchtet in seinem dichten Vortrag, wie die Hohnsteiner Grafen – allen voran Graf Elger – nicht nur das Kloster mit Rechten und Gütern ausstatteten, sondern auch den Grundstein für eine Tradition legten, die bis heute nachwirkt. Die historische Urkunde belegt: Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts gab es in Ilfeld ein Hospital, das „die zusammenströmenden Armen“ versorgte.
Der Vortrag spannt den Bogen bis in die Gegenwart. Denn dort, wo einst Mönche und Grafen wirkten, steht heute die Neanderklinik Harzwald. Was vor fast 800 Jahren als Fürsorge für Bedürftige begann, setzt sich heute als moderne Einrichtung fort. Ilfeld erweist sich damit als ein Ort, an dem Menschlichkeit und Heilung seit Jahrhunderten zu Hause sind.
Herzliche Einladung Wer mehr über päpstliche Bullen, wenig bekannte Quellen und die tiefen historischen Wurzeln von Harztor erfahren möchte, ist herzlich willkommen.
Die Daten im Überblick:
• Wann: 13. März 2026, um 19:00 Uhr
• Wo: Museum Krypta der Neanderklinik Harzwald, Ilfeld
• Eintritt: Frei

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