Radon-Messungen in vier Ortsteilen Harztors

Symbolfoto Bodenluftmessung: Ein Techniker in Arbeitskleidung entnimmt mit einer Bodensonde eine Bodenluftprobe. Er trägt Handschuhe und eine Warnweste. Die Sonde steckt in einer grünen Wiese. Im Hintergrund sind Bäume zu sehen. Symbolfoto für die Radonmessungen in Harztor. KI.

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) misst von Juni 2026 bis Juni 2027 die Radonkonzentration in der Bodenluft. In der Gemeinde Harztor werden acht Flurstücke in vier Ortsteilen untersucht: Harzungen, Herrmannsacker, Neustadt und Niedersachswerfen. Die Gemeinde informiert die Bürger im Amtsblatt über die Maßnahme.

Grundlage ist § 121 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG). Das Gesetz verpflichtet die Bundesländer, Radonvorsorgegebiete festzulegen und diese alle zehn Jahre zu überprüfen. Thüringen hat die Gebiete zum 31. Dezember 2020 ausgewiesen. Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das aus dem Untergrund aufsteigt. In hoher Konzentration gilt es als gesundheitsschädlich und zählt nach dem Rauchen zu den Hauptursachen für Lungenkrebs.

Für die Messung bohren die Fachleute ein kleines Loch in den Boden. Das Bohrloch hat einen Durchmesser von etwa 40 Millimetern und reicht bis 1,10 Meter in die Tiefe. Die Bohrung erfolgt manuell und dauert rund drei Stunden. In das Loch setzen die Fachleute eine Bodenluftsonde mit etwa 30 Millimetern Durchmesser ein. Sie misst die Radonaktivität und die Gaspermeabilität, also wie gut Gas den Boden durchströmt.

Die Messungen finden ausschließlich auf Flurstücken ohne Wohnbebauung statt. Hausgärten werden nicht betreten. Die Auswahl der Flurstücke richtet sich nach der Geologie im Untergrund. Rechtsgrundlage für das Betreten ist § 6 des Geologiedatengesetzes (GeolDG) in Verbindung mit § 165 StrlSchG. Die vom TLUBN beauftragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Tätigkeit mit einer Bescheinigung des Amtes belegen.

Die Gemeinde bittet Grundstückseigentümer und Anwohner, die Arbeiten zu unterstützen. Fragen zum Messprogramm beantwortet die Radon-Hotline des TLUBN unter Telefon 0361 57 3943943 oder per E-Mail an radon-info@tlubn.thueringen.de.

Quelle: Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Referat 63 Strahlenschutz und Gentechnik; Sachbearbeiter Karsten Taudte

Ortsteil (Gemarkung)FlurFlurstück
Harzungen11/1
Herrmannsacker4114/1
Herrmannsacker786
Neustadt523/1
Neustadt551/1
Niedersachswerfen234
Niedersachswerfen483/1
Niedersachswerfen7141

Gemeindekennzahl (GKZ): 16062065, Kreis Nordhausen.