Mitten in Neustadt, am Ufer des Kappelbachs, steht ein kleines Fachwerkgebäude aus der Zeit, als hier noch das Handwerk zuhause war. Das frühere Werkstattgebäude einer Zimmerei gehört seit 2015 der Gemeinde Harztor – ein Geschenk der Familie Steinmetz, die damit ein Stück Ortsgeschichte bewahren wollte. Doch das Dach ist inzwischen in schlechtem Zustand, und ohne Hilfe dürfte das Gebäude dem Verfall nicht lange standhalten.

Fünf Neustädter Familien wollen das nicht hinnehmen. Emde, Ulm, Busch, Bolduan und Dumjahn haben sich zusammengetan und rufen ihre Mitbürger auf, gemeinsam zu handeln. Ihr Vorschlag: die Gründung eines Vereins — etwa eines Heimatvereins —, der Fördermittel und Sponsoren gewinnen kann. So ließe sich eine schrittweise Sanierung des Gebäudes finanzieren. Die Gemeinde Harztor hat bereits signalisiert, das Gebäude an eine solche Organisation übergeben zu wollen.
Die Ideen für eine künftige Nutzung klingen verlockend: ein Backhaus, ein kleiner Veranstaltungsort, ein Treffpunkt für die Neustädter in den Sommermonaten. Was einst Zimmerleuten als Werkstatt diente, könnte so zum lebendigen Mittelpunkt des Ortes werden. Weitere Vorschläge nimmt die Initiative ausdrücklich willkommen.
Wer dabei sein möchte, ist am Freitag, den 12. Juni 2026, herzlich eingeladen: Ab 18 Uhr treffen sich alle Interessierten in der Bauernstube Saal Hohnstein zu einem ersten offenen Gespräch. Es geht um Ideen, mögliche Vereinsstrukturen — und darum, wer mitmacht.
Quelle: Aufruf der Familien Emde, Ulm, Busch, Bolduan und Dumjahn
