25 Jahre Hospizdienst: Dank an engagierte Ehrenamtliche

Ein weißes Buch mit der Aufschrift „Tim Wache: Was ich noch zu sagen hätte…“ und einer Zeichnung zweier Menschen liegt neben einer Tasse Kaffee, einem Bergkristall und einer Topfpflanze auf einem hellen Untergrund.

Harztor/Nordhausen. Seit 25 Jahren unterstützen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer schwerstkranke Menschen und deren Angehörige in schweren Lebensphasen. Dieses Jubiläum feierte der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Seniorenwerks jetzt mit Gästen im Nordhäuser Bürgerhaus. Die Einrichtung ist auch in der Landgemeinde Harztor fest verankert und hilft Familien in allen Ortsteilen.

Neun Personen stehen nebeneinander im Ratssaal des Bürgerhauses Nordhausen. Sieben Frauen in der Mitte halten kleine Sonnenblumentöpfe und Präsente in den Händen. Links steht ein Herr im Sakko neben einem Roll-up-Banner des Hospizdienstes, rechts Koordinatorin Judith Roscher.
Ehrung im Ratssaal des Bürgerhauses Nordhausen: Die Ehrenamtlichen des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes wurden für ihren langjährigen Einsatz gewürdigt.

Begonnen hat die Hospizarbeit im Jahr 2001, damals noch unter dem Nordhäuser Hospizverein. Seit 2021 liegt die Trägerschaft beim Seniorenwerk. Rund 35 Frauen und Männer vom jungen Erwachsenen bis ins Seniorenalter engagieren sich heute freiwillig für den Dienst. Sie besuchen Betroffene direkt zu Hause in Harztor und den Nachbarorten, begleiten Bewohner im Seniorenpflegeheim Sonnenhof in Ilfeld, sind auf der Palliativstation im Südharz-Klinikum da und unterstützen Gäste im Hospiz „Haus Geborgenheit“ in Neustadt. Im vorigen Jahr leisteten die Helfer mehr als 200 Begleitungen.

Ein halbjähriger Vorbereitungskurs schult alle Ehrenamtlichen vor ihrem ersten Einsatz, zudem gilt strenge Schweigepflicht. Zwei hauptamtliche Koordinatoren leiten die Einsätze und stehen dem Team zur Seite. Zum Angebot gehören neben der Sterbebegleitung auch Trauergespräche, Hilfe bei Vorsorgedokumenten sowie ein monatlicher Treff im Trauercafé. Bei der Feier im Ratssaal las die Illustratorin Martina Grimm aus Hospizbüchern wie „Was ich noch zu sagen hätte…“ und teilte berührende Geschichten über das Leben und Abschiednehmen.

Koordinatorin Judith Roscher bedankte sich bei den Freiwilligen und allen Partnern für die jahrelange Unterstützung. Der Beratungsdienst hat seine Räume in Nordhausen in der Otto-Ludwig-Straße 2. Sprechzeiten sind montags, mittwochs und donnerstags von 10.30 bis 13.30 Uhr, Termine lassen sich jederzeit unter der Telefonnummer 03631 / 6516283 oder per E-Mail an hospiz-palliativberatungsdienst@seniorenwerk.de vereinbaren.

Quelle und Fotos: Pressemitteilung Seniorenwerk gemeinnützige Heimträgergesellschaft mbH