Kraniche am Helmestausee: Freiwillige zum Zählen gesucht

Dutzende Kraniche als dunkle Silhouetten vor rosa-orangem Abendhimmel, in lockeren Gruppen im Flug.

Die Kranichzählung am Helmestausee bei Berga/Kelbra hat Lücken. Im Herbst 2025 brach dort die Vogelgrippe aus. Schutzmaßnahmen und schlechtes Wetter verhinderten mehrere Zählungen. Die Daten von 2025 lassen sich nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichen. 2026 soll die Reihe wieder vollständig werden. Dafür sucht der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e. V. ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Großer Kranichschwarm über einem Stausee, herbstliche bewaldete Hügel und flaches Ufer im Vordergrund.
Kraniche über dem Helmestausee bei Berga/Kelbra. Fotos: Buchholz

An manchen Tagen rasten in der Goldenen Aue bis zu 50.000 Kraniche. Sie fressen auf den Flächen rund um den See und kommen abends zum Schlafen zurück. Die Helfer zählen genau diesen Anflug — so, wie es vor Ort seit mehr als 30 Jahren gemacht wird.

Sie müssen kein Fachwissen mitbringen. Wer neu ist, lernt den Ablauf vor Ort von Leuten, die das schon länger machen. Sie sollten gern draußen sein, Termine einhalten und in der Hauptzugzeit möglichst einen festen Wochentag freihalten. Gezählt wird überwiegend nachmittags und abends. Ein eigenes Auto ist nötig, weil jede Zählstelle selbst angefahren wird.

Der Helmestausee steht seit 1978 als Ramsar-Gebiet unter internationalem Schutz. Seit 2025 läuft das Projekt „Kranich(t)raum Goldene Aue, Perspektiven für Mensch und Natur“.

Melden können Sie sich beim Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e. V., Telefon 03631 4994485, E-Mail info@lpv-shkyf.de.