Die Gemeinde Harztor passt den Flächennutzungsplan im Bereich Eberthof in Niedersachswerfen an. Auf der ehemaligen Brache am Bemmelweg sollen 23 Einfamilienhäuser entstehen. Das Baurecht dafür wurde bereits 2019 mit dem Bebauungsplan Nr. 21 geschaffen. Damals lief das Verfahren im beschleunigten Modus nach § 13b BauGB ohne Umweltprüfung. Das Bundesverwaltungsgericht hat diesen Weg im Juli 2023 als Verstoß gegen europäisches Recht eingestuft. Die Gemeinde holt nun die fehlende Umweltprüfung nach.
Mit der 11. Änderung wird die Fläche im Plan von „Landwirtschaft“ in „Wohnbaufläche“ umgewandelt. Der östliche Teil am Flusslauf der Bere bleibt als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Hausgärten unbebaut. So bleibt das Überschwemmungsgebiet frei und der vorgeschriebene 30-Meter-Abstand zum Wald wird eingehalten. Neu im überarbeiteten Entwurf ist die Aufnahme einer Ausgleichsfläche in Ilfeld-Wiegersdorf. Auf rund 1,7 Hektar darf dort durch natürliche Sukzession ein neuer Laubmischwald entstehen.
Der zweite überarbeitete Entwurf liegt aktuell zur erneuten öffentlichen Auslegung bereit. Bürgerinnen und Bürger können sich im Bauamt der Gemeinde Harztor über die Unterlagen informieren und Stellungnahmen abgeben. Das Stadtplanungsbüro Meißner & Dumjahn aus Nordhausen begleitet das Verfahren. Nach Abschluss der Beteiligung muss der Gemeinderat den Plan feststellen, anschließend wird er dem Thüringer Landesverwaltungsamt zur Genehmigung vorgelegt.
Nachlesen: https://www.harztor.de/bauamt/bauleitplanungen/
Quelle: Begründung mit Umweltbericht der 11. Änderung des FNP, April 2026; Stadtplanungsbüro Meißner & Dumjahn GbR; Bauamt Gemeinde Harztor
