Radon ist ein natürliches Gas aus dem Boden, das man weder sieht noch riecht — und das trotzdem die Gesundheit belasten kann. Wer wissen möchte, wie viel davon in den eigenen vier Wänden steckt, bekommt jetzt eine kostenlose Gelegenheit dazu. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) lädt 2026 wieder Haus- und Wohnungseigentümer ein, die Radonwerte in ihren Wohnräumen messen zu lassen.
Warum sich das lohnt: Nach einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz lassen sich rechnerisch rund sechs Prozent aller Lungenkrebs-Todesfälle in Deutschland auf Radon in Wohnräumen zurückführen — etwa 2.800 Fälle pro Jahr. Eine Messung schafft Klarheit, und sie kostet Sie nichts außer etwas Geduld.
So einfach läuft es ab: Sie erhalten per Post kleine Messdosen, sogenannte Exposimeter, zusammen mit einer Anleitung. Diese stellen Sie für ein Jahr in Aufenthaltsräumen im Keller- oder Erdgeschoss auf. Mehr ist nicht zu tun. Danach werten die Fachleute des Landesamtes die Dosen aus und schicken Ihnen Ihr persönliches Ergebnis zu. Anonym fließen die Werte außerdem in die landesweite Statistik ein, die das Bild der Radonsituation in Thüringen vervollständigt.
Anmelden können Sie sich ab sofort bis zum 1. September 2026 — online unter www.tlubn.thueringen.de oder per E-Mail beim Landesamt. Die Teilnahme ist freiwillig, einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Wer noch Fragen hat, erreicht die Radon-Hotline unter 0361 573943943 oder per E-Mail an radon-info@tlubn.thueringen.de.
Quelle: Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Referat 63 — Strahlenschutz, Gentechnik
