Kinder schenken dem Hospiz in Neustadt bunte Bilder

Sieben Kinder gehen bei Sonnenschein über einen gepflasterten Weg. Sie tragen gemeinsam einen Stapel bunter Bilder mit einer lila Schleife. Im Hintergrund sind Wiesen, Bäume und ein Parkplatz zu sehen.

Bunte Kinderbilder schmücken künftig die Flure und Räume des Hospizes „Haus Geborgenheit“ in Neustadt. Gemalt haben sie Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Grundschule Nordhausen. Anfang Juni brachte eine kleine Abordnung der Schule die Werke persönlich vorbei.

Entstanden sind die Bilder im Kunstunterricht. Die Aufgabe lautete: etwas Schönes gestalten für Menschen, die im Hospiz ihren letzten Lebensabschnitt verbringen. Was auf dem Papier begann, wurde beim Besuch zu einer Begegnung, von der beide Seiten etwas mitnahmen.

Gruppenfoto in einem hellen Raum mit gelber Wand: Kinder der Evangelischen Grundschule Nordhausen stehen mit Erwachsenen zusammen. Ein Mann hält eine Schale mit Süßigkeiten, eine Frau hält die geschenkten Bilder mit lila Schleife.

Hospizleiterin Antje Wolf-Sauer und ihr Team empfingen die Kinder herzlich. „Das Hospiz freut sich über alles, was unser Haus erhellt“, sagt Wolf-Sauer. Besonders berührt sie, dass die Gäste des Hauses wieder Kinder lachen hören — ein Klang, der dort selten ist und gerade deshalb viel bedeutet. Der Name des Hauses ist dabei Programm: Als Einrichtung der Stiftung Hospiz folgt das „Haus Geborgenheit“ dem Leitsatz, nicht dem Leben mehr Tage hinzuzufügen, sondern den Tagen mehr Leben.

Heimlicher Star des Besuchs war die Hospizkatze. Sie ließ sich von den Kindern ausgiebig streicheln. Bei diesem einen Besuch soll es nicht bleiben: Hospiz und Grundschule wollen die Verbindung weiterpflegen und gemeinsame Projekte starten.

Quelle (auch Bilder): Dr. Uta Sophie Halbritter, Evangelische Grundschule Nordhausen