Harztor/Ilfeld. Hoher Besuch in der Gemeinde: Finanzministerin Katja Wolf machte am Mittwoch auf ihrer Kommunalen Stärkungstour Station in Harztor. Mit dabei waren Dr. Volker Schaedel von der Thüringer Aufbaubank und die Landtagsabgeordnete Carolin Gerbothe. Bürgermeister Stephan Klante, Bauamtsleiterin Monika Klement und Andreas Schmidt vom Bauamt zeigten den Gästen einen Tag lang, was sich in der Gemeinde bewegt.


Erste Station war die Neue Marktstraße in Ilfeld. Unter der Straße fließt, in Rohre gefasst, der Bach vom Poppenberg. Die rund 65 Jahre alten Rohre sind stark beschädigt und werden auf etwa 400 Metern erneuert. Zugleich kommen Abwasser, Trinkwasser, Strom und Glasfaser neu in die Erde. Für Bürgermeister Klante ist es „unsere größte Baustelle“ – und ein Beispiel dafür, wie die Gemeinde die rund 1,9 Millionen Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Landes einsetzt. Sein Lob an die Ministerin: Die Mittel kamen schnell und ohne komplizierte Auflagen bei der Gemeinde an. Katja Wolf erklärte, das sei Absicht: Die Kommunen wüssten selbst am besten, wo sie das Geld brauchen.

Wie viel Eigeninitiative in Harztor steckt, sahen die Gäste am Sportlerheim an der Neuen Marktstraße. Mehr als 2.000 Stunden Eigenleistung haben die Mitglieder der Spielgemeinschaft in ihre Anlage gesteckt: 2023 sanierten sie die Sanitärräume von Grund auf, 2025 folgten neue Barrieren und Kabinen am Platz. Die Ministerin würdigte dieses Engagement und gab den Vereinen einen praktischen Hinweis mit: Über die Lotto-Mittel des Landes können sie unkompliziert Unterstützung für ihre Projekte beantragen.
Am Mittag ging es zu den Waldbädern nach Ilfeld und Neustadt, die mit dem Freibad Niedersachswerfen das Bäderdreieck Südharz bilden. Das Ilfelder Bad hat die Gemeinde in Eigenregie saniert und ist dabei unter einer Million Euro geblieben. Nach der Mittagspause im Braugasthof Brauner Hirsch in Sophienhof stand am Nachmittag die zweite große Baustelle auf dem Programm: der Neanderplatz in Ilfeld.


Dort laufen die Baumaßnahmen zum Verkehrskonzept rund um die neue Grundschule in der Ilfelder Ortsmitte: Am Neanderplatz entsteht eine barrierefreie Bushaltestelle, dazu wird der Parkplatz an der Neanderklinik neu gestaltet. Eine neue Fußgängerampel sorgt künftig dafür, dass vor allem die Schulkinder die Bundesstraße sicher überqueren können. Das Land fördert den Bau der Haltestelle mit 64.300 Euro über das KVI-Programm, das 75 Prozent der Baukosten übernimmt. Die übrigen Arbeiten von rund einer halben Million Euro stemmt die Gemeinde aus eigenen Mitteln. Einen Blick in die neue Grundschule mit ihren hellen Räumen aus Holz gab es für die Gäste obendrauf. Die Gemeinde Harztor dankt Ministerin Wolf und ihren Begleitern für den Besuch, das echte Interesse an den Projekten und das offene Ohr für die Anliegen vor Ort.



