Tag des Offenes Denkmals in Ilfeld – Krypta Neanderklinik

Die Krypta der Neanderklinik in Ilfeld ist ein geschichtsträchtiger, geheimnisvoller Ort und ein Denkmal, welches am Sonn-Tag des offenen Denkmals, dem 8.September, Besucher einlädt. Ab 15.00 Uhr mit einem Vortrag von Tim Schäfer, der auf das uralte Kloster und Neues zur Grabplatte des unbekannten Ritters in der Krypta eingeht. Ilfelder offenes Denkmal und die Entschlüsselung eines alten Geheimnisses Das Team der Neanderklinik bietet zum Tag des offenen Denkmals eine bildreiche Reise mitten am historischen Ort, der Krypta, sozusagen mitten in der uralten, ehem. Klosterkirche an. Ab 15.00 Uhr wird Tim Schäfer auch etwas Neues vorstellen, zu einer Ilfelder Initiative, die mit der Neanderklinik und deren Geschäftsführerin Frau Röder initiiert wird, um ein Geheimnis der Krypta zu lüften. Dabei geht es um den so benannten unbekannten Ritter, dessen Grabplatte hier seit Jahrzehnten ausgestellt ist. Doch wer war dieser unbekannte Ritter und wie kann die unleserliche alte Schrift entziffert werden? Was können wir über das Leben und die Bedeutung dieses Ritters erfahren. Ist es gar der erste Ilfelder Graf Adelgerd von Ilfeld, dessen Nachfahren in Honstein einheirateten und das Kloster Ilfeld gründeten? Der Vortrag soll detailliert das Kloster und das Leben im Kloster, die Regeln der Prämonstratenser erhellen, alte bäuerliche Sitten um einen Marienkult sowie auf den berühmten Grafen Elger, der als Dominikaner Thüringens in die Geschichte einging, vorstellen. Und natürlich die Initiative zum unbekannten Ritter vorstellen. Alle Harztor-Ilfelder, Familien, Interessierte und Gäste sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Das Team der Neanderklinik bietet Getränke an.

Buntes Treiben auf dem Garagenflohmarkt

Am Samstag, den 14. September, verwandelt sich Neustadt-Osterode in ein Paradies für Schnäppchenjäger und Liebhaber alter Schätze. Von 10 bis 16 Uhr findet in Neustadt-Osterode der 1. Garagenflohmarkt statt, bei dem zahlreiche Garagen und Höfe öffnen und zu kleinen Schatzkammern werden… Der Garagenflohmarkt bietet eine wunderbare Gelegenheit, alten Gegenständen neues Leben einzuhauchen. Ob antike Möbelstücke, Vintage-Kleidung, Spielsachen oder Bücher – hier wird jeder fündig. Die Veranstaltung erfreut sich zum ersten Mal in Neustadt – Osterode und es wird mit einer Vielzahl von Ständen und Besuchern gerechnet. Wer selbst verkaufen möchte, hat noch bis zum 01. September 2024 die Möglichkeit, sich anzumelden. Interessierte können sich telefonisch unter 036331 462-77 oder per E-Mail an tourismus@harztor.de bzw. info@neustadt-harz.de melden. Neustadt-Osterode lädt alle herzlich ein, diesen Tag zu nutzen, um in nostalgischen Erinnerungen zu schwelgen, neue Schätze zu entdecken und die lebendige Atmosphäre zu genießen. Die Veranstaltung verspricht ein Highlight für Jung und Alt zu werden – ein Tag voller Begegnungen, Geschichten und natürlich toller Funde. Kontakt:Touristeninformation Harztor OT NeustadtTelefon: 036331 462-77E-Mail: tourismus@harztor.de, info@neustadt-harz.de

22. Herbstmarkt in Ilfeld lädt zum Feiern ein

Tradition, Musik und gute Laune am Wochenende Ilfeld feiert auch in diesem Jahr den Herbstbeginn mit seinem beliebten Herbstmarkt, der bereits in die 22. Runde geht. Vom 31. August bis zum 1. September lädt das malerische Örtchen alle Einheimischen und Besucher zu einem Wochenende voller Unterhaltung, Musik und traditioneller Genüsse ein… Das Programm beginnt am Samstag, den 31. August, um 10 Uhr mit der feierlichen Eröffnung, begleitet von den Ilfelder Blasmusikanten, die mit ihren Klängen für passende Stimmung sorgen. Um 12 Uhr erwartet die Gäste eine kulinarische Besonderheit: die Suppenverkostung – in diesem Jahr gibt es Nudelsuppe. Nachmittags ab 14 Uhr unterhält Alfons Solo das Publikum mit einer musikalischen Darbietung. Das Highlight des Tages ist die Krönung der Suppenkönigin bzw. des Suppenkönigs um 19 Uhr, gefolgt von der Zeltparty „Harztor feiert“ ab 20 Uhr. Hier wird DJ Nightfly die Tanzfläche zum Beben bringen und für einen unvergesslichen Abend sorgen. Am Sonntag, den 01. September, startet das Programm um 10 Uhr mit einem festlichen Zelt-Gottesdienst, gefolgt von einem weiteren musikalischen Auftritt der Ellricher Blasmusikanten um 11 Uhr. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen von Familie und Kindern: Um 14 Uhr bietet Entertainer Achim Großmann ein unterhaltsames Programm, zwischendurch führt die Grundschule Ilfeld ein buntes Kinderprogramm auf. Ob Musikliebhaber, Feinschmecker oder Familien – hier kommt jeder auf seine Kosten. An beiden Tagen herrscht ein lebendiges Markttreiben mit zahlreichen Ständen, welche regionale Produkte und handwerkliche Erzeugnisse anbieten. Die Organisatoren freuen sich auf zahlreiche Besucher und ein erfolgreiches Festwochenende. Foto: A. Guenther

Zwangsarbeit für den Endsieg – Unbekannte Informationen zu den Vorhaben am Harztor (1944-1945)

Neben Tatorten der Zwangsarbeit, gespeist meist aus dem KZ-Mittelbau-Dora, gab es in Harztor noch diverse Vorhaben, das NS- Rüstungszentrum noch ab 1944 bei Ilfeld massiv auszubauen. Mit einem noch höheren Einsatz von Häftlingen in grausamer Zwangsarbeit. Am kommenden Dienstag sollen aus geheimen Aufklärungsberichten und deutschen NS Geheimen Kommandosachen bisher sehr unbekannte Tatsachen offenbart werden, die besonders Harztor betreffen… Wir alle wissen um das KZ- Mittelbau, auch weil die beeindruckende Erinnerungsarbeit des heutigen Museums und europäisch-bedeutenden Friedhofs, so herausstrahlend gut von bevorzugt jungen Menschen in der Gedenkstätte bei Nordhausen erlebbar und beeindruckend geleistet, gelingt. Die heutige Gemeinde Harztor mit den Ortschaften Ilfeld, Niedersachswerfen, Harzungen war in der Umgebung hierzu der hot-spot der Zwangsarbeit für den „totalen“ II. Weltkrieg des Hitlerregimes. Die Naziführung des SS-Reiches kumulierte auf Basis von Führerbfehlen „bombensicher“ wichtigste kriegswirtschaftliche Projekte von geheimen Waffen (Göbbels: Vergeltungswaffen) auch hier bei Nordhausen im Südharz. Über die SS-Sonderinspektion II gebündelt, ging es um ganze, riesige Fabriken (Junkers, Treibstoffe, Kraftwerke), die unterirdisch in Stollen produzieren sollten. In Infrastruktur (B13) dafür, Stollenbau (B11, B12, B3x, B17), den Produktionen, deren Steuerung und Verwaltung setzte man massiv und unter weitgehend grauenhaften Bedingungen KZ-Häftlinge ein, die insbesondere aus dem KZ-Mittelbau (-Dora) sowie vielen Außenlagern zur Zwangsarbeit getrieben wurden. Viele verloren hier dadurch schnell Ihre Gesundheit oder das Leben. Das war eben auch das perverse Ziel. Der Vortrag am 20.08. stellt zuerst die Opfer in den Vordergrund, ordnet die Hybris des Hitlerfaschismus ein, denn vor diesem Hintergrund nur muss man die Planungen und Entwicklungen einordnen. Das Gesamtbild ist auch voller Grauen! Aber es gab am Harztor auch Widerstand, hier soll das Schicksal des Pastor Helmer (u.a. Niedersachswerfen) ein konkretes Beispiel sein. Ab 1944 eskalierten die Vorhaben zu Raketen, Lufttorpedos und Luftabwehr (A4-V2, V1, Taifun, Schmetterling, Mittelwerk, B3…), alles streng geheime Projekte von Rüstungsstab, Jägerstab (Flugzeuge, Junkers (Nordwerke, B12, Strahl-Triebwerke) oder aus dem Geilenberg -Programm (u.a. Treibstoffe, Leuna-Werke, Ammoniakwerk, B11 Gipswerk, Sauerstoffverflüssigung) exorbitant. Neu für Harztor! Aus geheimen Aufklärungsberichten der Alliierten: Fabrikanlagen für den Flugzeugbau, insbesondere von Junkers, Raketen, chemische Anlagen, Infrastrukturen bei Niedersachswerfen oder Ilfeld und zwischen Appenrode und Ilfeld sollten gem. Geheimdienstberichten und geheimen deutschen Reichskommandosachen resp. Führerbefehlen aberwitzig schnell errichtet werden. Ilfeld sollte einen weiteren Bahnanschluss im Ringverkehr mit Ellrich-Niedersachswerfen bekommen. In Ilfeld gab es die sogen. Stabsbaracke des Mittelwerks -Chef, mit „Panoramafenster wie am Obersalzberg“ und Büros der Leitungsebenen des Mittelwerks. Dort wurde 1944 eine exorbitante Silversterparty gefeiert. Weniger bekannt sind auch die Waffen-Produktions-Verlagerungsprojekte in Harzberge direkt bei Ilfeld oder Appenrode, der weitere Ausbau am Mühlberg stand in Rede. Dazu eine neue Bahn, die von Ellrich bis Ilfeld und Nied. im Kreis, getaktet fahren sollte. Anlagen zum Infrastrukturausbau wurden, neue Bahnhofsanlagen auch für Güter, begonnen. Ja selbst ein weiteres, neues Konzentrationsaußenlager für tausende Häftlinge bei Niedersachswerfen war in Rede. Weitgehend unbekannte Fakten gehen aus Berichten alliierter Geheimdienste hervor, die jetzt aufgearbeitet sind. Am Dienstag, dem 20.08.im Gemeindesaal Harztor am Kirchplatz in Niedersachswerfen werden solche Informationen in vielen Abbildungen, für viele Menschen erstmals und dazu mit einer Buchsignierstunde von: Hitlers Mittelwerk & V-Waffen-Nordhausen, aufgezeigt werden: Zwangsarbeit & NS-Rüstung für den „Endsieg“ 1943-1945 Bildvortrag-historische Einordnung- Artefakte- aktuelle Erkenntnisse von und mit Tim Schäfer, ATV. Auch ein Raketenteil einer A4 (V2) Rakete aus dem Kohnstein und ein originaler, geheimer Plan zu den Stollensystemen wird zu besichtigen sein. Der Arree-Traditions-Verein ist ein lokaler Verein der Traditionspflege und Heimat. Zum Autor: Tim Schäfer publiziert und arbeitet ehrenamtlich und frei zur Geschichte. Er hat unter anderem 2 Monografien zum Projekt Ni365-Kriegsschwefel Niedersachswerfen, zu den Stollen im Kohnstein sowie einen Sammelband „Hitlers Mittelwerk“ zu NS-Zwangsarbeit, Hintergrund und Werdegang von NS- Rüstungsprojekten in und bei Niedersachswerfen/Nordhausen sowie viele Beiträge zur Geschichte veröffentlicht. Eintritt frei. Termin: 20.08.2024 Ort: Gemeindesaal Harztor, Niedersachswerfen Beginn: 19.00 Uhr. Es darf nicht ohne Genehmigung des Autors fotografiert oder aufgezeichnet werden!

Das gefällt den meisten Mitbürgern nicht

Zugegeben, wir leben in einer wirklich schönen Gegend hier. Und es gibt viele Mitmenschen, die sich mit kleinen oder großen guten Taten für ihren Heimatort engagieren. Die gute Resonanz am „Harztor-Putztag“ ist dafür ein gutes Beispiel. Aber es gibt auch die andere Seite.