10 Jahre IG Ilfelder Heimatmuseum

Sieben aktive Mitglieder der IG Ilfelder Heimatmuseum stehen und sitzen in einem Ausstellungsraum des Museums. Alle tragen schwarze Polo-Shirts mit dem gelb-roten Wappen und der Aufschrift „Ilfelder Heimatmuseum". Im Vordergrund halten sie ein weißes Schild mit der Aufschrift „IG Ilfelder Heimatmuseum" in altdeutscher Schrift, dazu das Wappen von Ilfeld. An den Wänden hinter ihnen hängen historische Filmplakate. Von links nach rechts: Gerhardt Hosbach, Achim Fiebig, Karl-Heinz Bruchmann, Fred Minerup, Walter Albrecht, Klaus Liebenrodt, Manfred Böttcher (sitzend). Dieter Zörle ist auf dem Foto nicht abgebildet.

Die IG Ilfelder Heimatmuseum lädt zum Tag der offenen Tür ein. Am Samstag, dem 22. August 2026, feiert der Verein in der Ilgerstraße 51 sein zehnjähriges Bestehen. Von 10 bis 16 Uhr stehen alle Räume offen. Besucher sehen Sammlungen zu Handwerk, Schule, Wohnen und Geologie sowie ein Modell der Harzquerbahn. Das Museum sucht außerdem neue Mitstreiter, gern auch Frührentner mit Interesse an Geschichte.

Von Burg Hohnstein ins Heilige Land: Anno 1172

Dekorative Urkunde im mittelalterlichen Pergamentstil mit der Überschrift „Gruß von Burg Hohnstein". Der Text in altdeutscher Schrift verweist auf die Jerusalemreise Herzog Heinrichs des Löwen und des Grafen von Hohnstein im Jahr 1172 (MCLXXII). Rechts ist das Wappen der Grafen von Hohnstein mit Hirschgeweih und rot-weiß geschachtem Schild zu sehen. Links im Hintergrund eine Burgdarstellung. Das Dokument ist von Schriftrollen, einem Siegel und gotischen Verzierungen umrahmt. KI

Burg Hohnstein in Harztor blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Jahr 1172 begleitete Graf Elger II. von Ilfeld, Herr der Burg, den mächtigen Herzog Heinrich den Löwen auf dessen Pilgerreise nach Jerusalem. Der Zug führte über Konstantinopel bis ins Heilige Land, wo Heinrich eine Stiftung an der Grabeskirche tätigte. In Ilfeld erinnern die Ewige Lampe und die Klostergründung von 1189 an die Frömmigkeit des Geschlechts. Der Burggasthof Hohnstein macht diese Geschichte heute wieder lebendig.

Vortrag: Ein Bischof, die Grafen und 800 Jahre Fürsorge

Ein Blick in den hellen und einladenden Behandlungsraum der neuen Praxis Herz-Spirit in Ilfeld. Eine gemütliche Behandlungsliege, Zimmerpflanzen und warmes Licht sorgen für eine entspannte Atmosphäre, im Hintergrund steht das sympathische Therapeuten-Paar. KI

Das 13. Jahrhundert war für Ilfeld eine Zeit des Aufbruchs. Die Hohnsteiner Grafen wählten den Ort als Alterssitz, das Kloster wuchs zu einem geistlichen Zentrum heran – und plötzlich tauchte ein Gast auf, mit dem niemand gerechnet hatte: Konrad von Friedberg, der ehemalige Bischof von Olmütz

Genesis antiqua: Eine Reise zu den Wurzeln unserer Heimat

Eine alte Urkunde mit Siegel auf einem Holztisch vor dem Hintergrund einer historischen Klosterruine im Südharz. KI

Die Geschichte Ilfelds ist weitaus vielschichtiger, als es die offizielle Gründung im 14. Jahrhundert vermuten lässt. Wer die Identität des Ortes wirklich verstehen will, muss tiefer in die Vergangenheit blicken – in eine Zeit, in der Klöster die Landschaft formten und Namen noch ganze Herrschaftsräume bezeichneten.

Historisches: Michael Neander – Mehr als nur Pädagoge

Nahaufnahme einer verwitterten Steinstatue eines Mannes mit Bart und Halskrause, die Michael Neander darstellt. Im Hintergrund sind kahle Bäume und die Fassade eines historischen Gebäudes aus rotem Backstein mit Bogenfenstern zu sehen.

Das Jahr 2025 steht in Ilfeld ganz im Zeichen des 500. Geburtstages von Michael Neander (1525–1595). Während er vielen als bedeutender Reformpädagoge und Rektor der Klosterschule bekannt ist, beleuchtet der Ilfelder Heimatforscher Tim Schäfer nun eine fast vergessene Facette.

Rollende Steine und Sachswerfer Schnurren

Plakat zur Veranstaltung des Seniorenbeirats Harztor. Oben links das Wappen der Gemeinde Harztor. Daneben der Titel: „Heimatgeschichte Reise durch Niedersachswerfen – mit Tim Schäfer“. Darunter ein gelb markierter Hinweis: „19. November, Gemeindesaal Harztor, Beginn 15.00 Uhr“. Rechts groß das Wort „HARZTOR“. Im unteren Bereich mehrere historische und aktuelle Fotos: – Links ein sportlicher Mann, der bei einer Veranstaltung einen schweren Holzkarren zieht; Zuschauer stehen am Straßenrand. – In der Mitte ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines hellen, steil abfallenden Berges bzw. Steinbruchs. – Darunter ein weiteres Schwarz-Weiß-Foto eines sitzenden Mannes, der mit der Hand an der Wange nachdenklich wirkt. – Rechts ein historisches Foto einer Kirche und umliegender Fachwerkhäuser, teils von Bäumen eingerahmt.

Was haben die Rolling Stones mit Niedersachswerfen zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht wenig – doch Heimatforscher Tim Schäfer zeigt, dass selbst die Ursprünge unseres Ortsnamens „Sachswerfen“ Anlass für spannende Geschichten und humorvolle Vergleiche bieten.

Die Krypta der Neanderklinik Harzwald

Zwei mittelalterliche Holzskulpturen, die nebeneinander auf hellem Hintergrund gezeigt werden. Links ist eine Figur mit gefalteten Händen und schlichtem Gewand zu sehen, rechts eine ähnliche Figur mit Nimbus (Heiligenschein) und feinerer Gewandgestaltung. Beide Figuren wirken gealtert und stammen vermutlich aus kirchlichem Kontext. Aufnahme: Ausstellung in der Krypta der Neanderklinik Ilfeld.

Was heute als Museum Krypta der Neanderklinik Harzwald in Ilfeld bekannt ist, geht auf eine visionäre Initiative der 1920er-Jahre zurück. Der letzte Leiter der traditionsreichen Klosterschule, Dr. Ites, richtete im Untergeschoss der Anlage einen musealen Raum ein.

Ilfelder Heimatmuseum: Broschüre über historische Villen

Titelseite der neuen Broschüre „Ausgewählte historische Villen und Pensionen der Ortschaft Ilfeld-Wiegersdorf“ mit architektonischen Detailaufnahmen und Zeichnungen historischer Gebäude.

Das Ilfelder Heimatmuseum präsentiert eine neue Chronik unter dem Titel „Ausgewählte historische Villen und Pensionen der Ortschaft Ilfeld-Wiegersdorf“. Das Titelblatt zeigt eindrucksvoll ausgewählte Architekturdetails historischer Villen.