Tag des offenen Denkmals in der Neanderklinik Ilfeld

Symbolbild zum Tag des offenen Denkmals: Ein schmaler Lichtstreifen fällt durch ein kleines Fenster auf den alten Steinboden eines Gewölbes. Darüber steht in großer Schrift „Tag des offenen Denkmals“. KI.

Am Sonntag, dem 13. September, beteiligt sich die Neanderklinik Harzwald in Ilfeld am Tag des offenen Denkmals und lädt zu geführten Rundgängen ein. Sie sehen ein denkmalgeschütztes Ensemble, das heute als Seniorenpflege mit Residenzcharakter genutzt wird. Im Museum Krypta warten rund 900 Jahre Regionalgeschichte, unter anderem die Steinplatte von Graf Elger von Hohnstein und Lutrude. Treffen ab 14.30 Uhr, Neanderplatz 4 in Ilfeld.

Feuerwehr Ilfeld-Wiegersdorf lädt zum Tag der offenen Tür

1. Altes Feuerwehrhaus in Fachwerkbauweise mit roten Doppeltoren und hohem Schlauchtrockenturm; links die Kirche, Herbstsonne wirft Baumschatten, kleiner Kommunalkipper im Hof.

Die Freiwillige Feuerwehr Ilfeld-Wiegersdorf lädt am 3. Oktober zum Tag der offenen Tür ein. Das Ilfelder Heimatmuseum blickt zurück. Schon 1845 entstand das erste Spritzenhaus am Kloster. 1877 folgte ein Rettungsverein als Vorläufer der Wehr. Heute zählt die Einsatzgruppe 27 aktive Mitglieder, davon fünf Frauen. Sie schützen unter anderem eines der größten Waldgebiete Thüringens. Kommen Sie vorbei und lernen Sie Team und Technik kennen.

Niedersachswerfen ehrt Lorenz Rhodomann

Schautafel mit dem Porträt von Lorenz Rhodomann (Kupferstich aus dem 16. Jahrhundert) und der Überschrift „Lorenz Rhodomann — Humanist, Gelehrter, Dichter" sowie den Lebensdaten 05.08.1546 bis 08.01.1606. Daneben eine ausführliche Biografie und ein QR-Code für weitere Informationen.

In Niedersachswerfen gibt es eine neue Gedenktafel für Lorenz Rhodomann. Das Seniorenheim Haus Harztor lud zur Enthüllung in die Rhodomannstraße ein. Rhodomann gilt als einer der größten Gelehrten der Renaissance. Zu Lebzeiten feierte man ihn als „alter Homer“. Über Barcodes lässt sich nun das deutsche Lobgedicht „Ilfelda Hercynica“ auf Ilfeld abrufen. Tim Schäfer hielt den Vortrag zur Bedeutung Rhodomanns für Harztor.

Neustädter wollen historisches Fachwerkhaus retten

Ein kleines Fachwerkgebäude mit verwittertem, bemoostem Dach steht auf einem Grundstück in Neustadt (Harz). Die weißen Gefache zwischen dunklen Holzbalken sind noch gut erkennbar. Das Dach zeigt deutliche Schäden. Im Hintergrund sind Wohnhäuser und kahle Bäume zu sehen. Das Foto wurde im Frühjahr aufgenommen.

Ein altes Fachwerkgebäude am Kappelbach in Neustadt soll gerettet werden. Das Dach des früheren Zimmereigebäudes ist in schlechtem Zustand. Fünf Neustädter Familien planen die Gründung eines Vereins, der Fördergelder für eine Sanierung beantragen kann. Das Gebäude soll später als Backhaus und Treffpunkt genutzt werden. Wer mitmachen möchte, ist willkommen — am Freitag, den 12. Juni 2026, ab 18 Uhr in der Bauernstube Saal Hohnstein.

HAUS HARZTOR: GEDENKTAFEL UND SOMMERFEST 2026

Plakat „Sommerfest 2026" auf grünem Banner mit bunten Wimpeln und Gästen im Hintergrund. Unten rechts ein Foto von Alleinunterhalter Achim Großmann im weißen Anzug. Dazwischen die Logos von soweno und Haus Harztor Seniorenheim. Termin und Adresse: Samstag, 27.06.2026 ab 14:30 Uhr, Rhodomannstraße 1c, Niedersachswerfen. Programm: Musik mit Achim Großmann, Boccia, Gummistiefelweitwurf, Torwandschießen, Kaffee und Kuchen, Eiswagen sowie Deftiges und Mediterranes vom Grill.

Im soweno Seniorenheim Haus Harztor in Niedersachswerfen stehen zwei Termine an. Am 20. Mai um 11:00 Uhr enthüllen soweno und die Gemeinde Harztor eine Gedenktafel. Sie erinnert an Lorenz Rhodomann (1546-1606), Humanist und Philologe aus dem Ort. Bürgermeister Stephan Klante eröffnet die Feier. Am 27. Juni ab 14:30 Uhr folgt das Sommerfest mit Alleinunterhalter Achim Großmann, Spielen und Grill. Alle sind herzlich eingeladen.

10 Jahre IG Ilfelder Heimatmuseum

Sieben aktive Mitglieder der IG Ilfelder Heimatmuseum stehen und sitzen in einem Ausstellungsraum des Museums. Alle tragen schwarze Polo-Shirts mit dem gelb-roten Wappen und der Aufschrift „Ilfelder Heimatmuseum". Im Vordergrund halten sie ein weißes Schild mit der Aufschrift „IG Ilfelder Heimatmuseum" in altdeutscher Schrift, dazu das Wappen von Ilfeld. An den Wänden hinter ihnen hängen historische Filmplakate. Von links nach rechts: Gerhardt Hosbach, Achim Fiebig, Karl-Heinz Bruchmann, Fred Minerup, Walter Albrecht, Klaus Liebenrodt, Manfred Böttcher (sitzend). Dieter Zörle ist auf dem Foto nicht abgebildet.

Die IG Ilfelder Heimatmuseum lädt zum Tag der offenen Tür ein. Am Samstag, dem 22. August 2026, feiert der Verein in der Ilgerstraße 51 sein zehnjähriges Bestehen. Von 10 bis 16 Uhr stehen alle Räume offen. Besucher sehen Sammlungen zu Handwerk, Schule, Wohnen und Geologie sowie ein Modell der Harzquerbahn. Das Museum sucht außerdem neue Mitstreiter, gern auch Frührentner mit Interesse an Geschichte.

Von Burg Hohnstein ins Heilige Land: Anno 1172

Dekorative Urkunde im mittelalterlichen Pergamentstil mit der Überschrift „Gruß von Burg Hohnstein". Der Text in altdeutscher Schrift verweist auf die Jerusalemreise Herzog Heinrichs des Löwen und des Grafen von Hohnstein im Jahr 1172 (MCLXXII). Rechts ist das Wappen der Grafen von Hohnstein mit Hirschgeweih und rot-weiß geschachtem Schild zu sehen. Links im Hintergrund eine Burgdarstellung. Das Dokument ist von Schriftrollen, einem Siegel und gotischen Verzierungen umrahmt. KI

Burg Hohnstein in Harztor blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Jahr 1172 begleitete Graf Elger II. von Ilfeld, Herr der Burg, den mächtigen Herzog Heinrich den Löwen auf dessen Pilgerreise nach Jerusalem. Der Zug führte über Konstantinopel bis ins Heilige Land, wo Heinrich eine Stiftung an der Grabeskirche tätigte. In Ilfeld erinnern die Ewige Lampe und die Klostergründung von 1189 an die Frömmigkeit des Geschlechts. Der Burggasthof Hohnstein macht diese Geschichte heute wieder lebendig.

Vortrag: Ein Bischof, die Grafen und 800 Jahre Fürsorge

Ein Blick in den hellen und einladenden Behandlungsraum der neuen Praxis Herz-Spirit in Ilfeld. Eine gemütliche Behandlungsliege, Zimmerpflanzen und warmes Licht sorgen für eine entspannte Atmosphäre, im Hintergrund steht das sympathische Therapeuten-Paar. KI

Das 13. Jahrhundert war für Ilfeld eine Zeit des Aufbruchs. Die Hohnsteiner Grafen wählten den Ort als Alterssitz, das Kloster wuchs zu einem geistlichen Zentrum heran – und plötzlich tauchte ein Gast auf, mit dem niemand gerechnet hatte: Konrad von Friedberg, der ehemalige Bischof von Olmütz

Genesis antiqua: Eine Reise zu den Wurzeln unserer Heimat

Eine alte Urkunde mit Siegel auf einem Holztisch vor dem Hintergrund einer historischen Klosterruine im Südharz. KI

Die Geschichte Ilfelds ist weitaus vielschichtiger, als es die offizielle Gründung im 14. Jahrhundert vermuten lässt. Wer die Identität des Ortes wirklich verstehen will, muss tiefer in die Vergangenheit blicken – in eine Zeit, in der Klöster die Landschaft formten und Namen noch ganze Herrschaftsräume bezeichneten.

Historisches: Michael Neander – Mehr als nur Pädagoge

Nahaufnahme einer verwitterten Steinstatue eines Mannes mit Bart und Halskrause, die Michael Neander darstellt. Im Hintergrund sind kahle Bäume und die Fassade eines historischen Gebäudes aus rotem Backstein mit Bogenfenstern zu sehen.

Das Jahr 2025 steht in Ilfeld ganz im Zeichen des 500. Geburtstages von Michael Neander (1525–1595). Während er vielen als bedeutender Reformpädagoge und Rektor der Klosterschule bekannt ist, beleuchtet der Ilfelder Heimatforscher Tim Schäfer nun eine fast vergessene Facette.